Homepage PAUL HARTMANN AG
Menalind® derm Home
   
   
[ A - C ]   [ D - F ]   [ G - I ]   [ J - L ]
[ M - O ]   [ P - R ]   [ S - U ]   [ V - Z ]  

Glossar D - F

  Dermis oder Lederhaut

Das ist die derbe Bindegewebsschicht der Haut unter der Oberhaut (Epidermis). Die Dermis besteht aus zwei Schichten: Stratum reticulare (Netzschicht) und Stratum papillare (Zapfenschicht). In der Netzschicht befinden sich Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen, Nervenbündel und Blutgefäße. Im darüber liegenden Stratum papillare liegen die Endschlingen der Kapillargefäße, die die Ernährung und den Stoffwechsel der gefäßlosen Oberhaut sicherstellen und die Schmerzwahrnehmung vermitteln. Die ganze Dermis wird von Lymphgefäßen durchzogen. Die Elastizität und die Dehnungsfähigkeit der Haut beruhen vorwiegend auf den Eigenschaften des Hautbindegewebes der Dermis.

Ekzem

Hierbei handelt es sich um einen Sammelbegriff für eine entzündliche, nicht-infektiöse Veränderung der Haut. Im akuten Zustand kann es dabei zu Schwellungen, Rötungen, Bläschen- oder Knötchenbildung, aber auch zu Schuppen und Nässen kommen. Im chronischen Stadium sind Hautverdickung, Vergröberung der Hautfelderung und Kratzeffekte vorherrschend. Meist sind die Ekzeme zudem mit einem starken Juckreiz verbunden. Sie können durch eine Allergie hervorgerufen oder direkt durch eine die Haut reizende Substanz ausgelöst werden. Schwach hautreizende Stoffe (z.B. Wasser, Putzmittel) bewirken oft erst nach längerem Kontakt die Ausbildung eines nichtallergischen Ekzems. Stark reizende Substanzen (z.B. Säuren oder Laugen) dagegen lösen die Beschwerden meist sofort aus. Ekzeme können zum Beispiel durch Chemikalien, Medikamente, Nahrungsmittel(zusätze), Kosmetika, Textilien, aber auch durch Metalle und Pflanzen hervorgerufen werden.

Epidermis oder Oberhaut

Sie stellt die Grenzfläche des Körpers gegen die Umwelt dar und besteht aus fünf Schichten verhornender, gefäßloser Zellen. Die unterste Schicht ist die Basalzellschicht, danach folgen die Stachelzellschicht, die Körnerzellschicht, die Glanzschicht und die Hornschicht. (med. Infos)

Fettsäuren, ungesättigte

Sie spielen eine wesentliche Rolle für den natürlichen Schutzmechanismus der Haut, den Hydrolipidfilm und die epidermalen Lipide (Fette). Bei intakter Haut wirken sie entzündungshemmend. Eine zentrale Bedeutung haben die essentiellen Fettsäuren bei der Bildung der Ceramide - den wichtigsten barrierebildenden Lipiden der Epidermis. Dadurch sind sie entscheidend für die Stabilität und die Funktionsfähigkeit dieser Permeabilitätsbarriere. Mangelerscheinungen und Funktionsstörungen der Haut werden oftmals durch einen Mangel an essentiellen Fettsäuren hervorgerufen. Da einige der essentiellen Fettsäuren im Körper nicht synthetisiert werden können, ist es wichtig, sie mit der Nahrung oder über geeignete Zusatzpräparate in ausreichender Menge zuzuführen.

Feuchthaltefaktor

Der natürliche Feuchthaltefaktor (NMF= natural moisturizing factor) der Haut besteht aus Talg, Substanzen aus dem Verhornungsprozess und dem Schweiß. Durch diese wasserbindende Substanz wird Wasser in der Hornschicht gehalten und seine Abgabe selbst bei Trockenheit der Umgebungsluft verhindert. Wasser ist die entscheidende Substanz für die Geschmeidigkeit der Hornschicht. Sinkt der Wassergehalt der Hornschicht aufgrund eines Mangels an NMF, wird die Hautoberfläche rau, schuppig und rissig, ein unangenehmes Spannungsgefühl tritt auf.