Dermis oder Lederhaut

Das ist die derbe Bindegewebsschicht der Haut unter der Oberhaut
(Epidermis). Die Dermis besteht aus zwei Schichten: Stratum reticulare
(Netzschicht) und Stratum papillare (Zapfenschicht). In der Netzschicht
befinden sich Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen,
Nervenbündel und Blutgefäße. Im darüber liegenden
Stratum papillare liegen die Endschlingen der Kapillargefäße,
die die Ernährung und den Stoffwechsel der gefäßlosen
Oberhaut sicherstellen und die Schmerzwahrnehmung vermitteln. Die ganze
Dermis wird von Lymphgefäßen durchzogen. Die Elastizität
und die Dehnungsfähigkeit der Haut beruhen vorwiegend auf den
Eigenschaften des Hautbindegewebes der Dermis.
Ekzem

Hierbei handelt es sich um einen Sammelbegriff für eine entzündliche,
nicht-infektiöse Veränderung der Haut. Im akuten Zustand kann es
dabei zu Schwellungen, Rötungen, Bläschen- oder Knötchenbildung,
aber auch zu Schuppen und Nässen kommen. Im chronischen Stadium sind
Hautverdickung, Vergröberung der Hautfelderung und Kratzeffekte
vorherrschend. Meist sind die Ekzeme zudem mit einem starken Juckreiz verbunden.
Sie können durch eine Allergie hervorgerufen oder direkt durch eine die
Haut reizende Substanz ausgelöst werden. Schwach hautreizende Stoffe (z.B.
Wasser, Putzmittel) bewirken oft erst nach längerem Kontakt die Ausbildung
eines nichtallergischen Ekzems. Stark reizende Substanzen (z.B. Säuren oder
Laugen) dagegen lösen die Beschwerden meist sofort aus. Ekzeme können
zum Beispiel durch Chemikalien, Medikamente, Nahrungsmittel(zusätze),
Kosmetika, Textilien, aber auch durch Metalle und Pflanzen hervorgerufen werden.
Epidermis oder Oberhaut

Sie stellt die Grenzfläche des Körpers gegen die Umwelt dar und
besteht aus fünf Schichten verhornender, gefäßloser
Zellen. Die unterste Schicht ist die Basalzellschicht, danach folgen die
Stachelzellschicht, die Körnerzellschicht, die Glanzschicht und die
Hornschicht. (med. Infos)
Fettsäuren, ungesättigte

Sie spielen eine wesentliche Rolle für den natürlichen Schutzmechanismus
der Haut, den Hydrolipidfilm und die epidermalen Lipide (Fette).
Bei intakter Haut wirken sie entzündungshemmend. Eine zentrale Bedeutung haben
die essentiellen Fettsäuren bei der Bildung der Ceramide - den wichtigsten
barrierebildenden Lipiden der Epidermis. Dadurch sind sie entscheidend für
die Stabilität und die Funktionsfähigkeit dieser Permeabilitätsbarriere.
Mangelerscheinungen und Funktionsstörungen der Haut werden oftmals durch einen
Mangel an essentiellen Fettsäuren hervorgerufen. Da einige der essentiellen
Fettsäuren im Körper nicht synthetisiert werden können, ist es
wichtig, sie mit der Nahrung oder über geeignete Zusatzpräparate in
ausreichender Menge zuzuführen.
Feuchthaltefaktor

Der natürliche Feuchthaltefaktor (NMF= natural moisturizing factor) der Haut
besteht aus Talg, Substanzen aus dem Verhornungsprozess und dem Schweiß.
Durch diese wasserbindende Substanz wird Wasser in der Hornschicht gehalten und
seine Abgabe selbst bei Trockenheit der Umgebungsluft verhindert. Wasser ist die
entscheidende Substanz für die Geschmeidigkeit der Hornschicht. Sinkt der
Wassergehalt der Hornschicht aufgrund eines Mangels an NMF, wird die Hautoberfläche
rau, schuppig und rissig, ein unangenehmes Spannungsgefühl tritt auf.