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Glossar G - I

  Glukokortikoidcremes

Hierbei handelt es sich um kortisonhaltige Cremes.
Glukokortikoide sind von der Nebennierenrinde gebildete, hochwirksame Substanzen, die die Immunreaktion des Körpers herabsetzen und damit auch Entzündungen hemmen. In der Therapie eingesetzte lokale Kortisoncremes werden nach ihrer Wirkstärke in vier Klassen eingeteilt. In den letzten Jahren wurden neue Kortisonzubereitungen entwickelt, die ein verbessertes Nutzen (stärkere Entzündungshemmung) - Risiko (keine oder weniger unerwünschte Wirkungen am Ort der Einwirkung) - Profil haben.

Harnstoff

Siehe Urea


Herpes

Der Herpes Virus kommt in verschiedenen Formen vor und ist weit verbreitet. Die Erstinfektion verläuft häufig unbemerkt. Nach der Abheilung können einzelne Viren in den Nervenzellen nahe der Eintrittspforte überleben, sich später vermehren und dann die Erkrankung reaktivieren. Als Auslöser für einen erneuten Ausbruch der Erkrankung kommen Hautreizungen, wie Verbrennungen, starke Sonnenbestrahlung, Verletzungen, Reizungen des Ganglions (Entzündung, zahnärztliche Behandlung) oder systemische Ursachen, wie Stress, Menstruation und Fieber in Betracht.


Histamin

Gewebehormon, das in verschiedenen Organen vorkommt. Es wird in Mastzellen und basophilen Leukozyten gespeichert und bei allergischer Reaktion freigesetzt. Bewirkt durch Stimulierung der ihm zugeordneten H1-Rezeptoren Zusammenziehen glatter Muskelfasern, Erschlaffung der Blutkapillaren (Blutdrucksenkung) und Zunahme der Durchlässigkeit (Quaddel- und Ödembildung). Stimulation der H2-Rezeptoren führt zur Steigerung der Herzschlagfrequenz und Magensäuresekretion. Die Hemmung erfolgt durch an den genannten Rezeptoren angreifende Antihistaminika (siehe dort).

Hydrolipidfilm

Wird auch Säureschutzmantel der Haut genannt. Der Hydrolipidfilm der Haut besteht unter anderem aus Talgdrüsenfetten und Schweiß und hat eine entscheidende Bedeutung für den Hautzustand. Zusammensetzung und Menge sind abhängig von der Erbanlage und vom Alter und weiteren Faktoren wie Stress, Ernährung oder Krankheit. Wird durch übermäßige Hautreinigung entfernt, was Feuchthaltefaktoren aus der Haut löst und die Membrane und Hornzellen schädigt. Die Barrierefunktion der Haut wird geschädigt, die Hautempfindlichkeit gegen chemische Schädigung nimmt zu und entzündliche Veränderungen und Infektionen werden begünstigt. (med. Infos)