Für die Entwicklung einer trockenen Haut spielen mehrere
Punkte eine Rolle. Einerseits liegen meist anlagebedingte
Veränderungen wie etwa eine geringe Talgproduktion vor,
andererseits können äußere Faktoren wie etwa
häufiges Baden oder Duschen oder
die Verwendung von Seifen
oder schäumenden Badezusätzen eine zu starke Entfettung
der Hornschicht bewirken.
Mangel an Hydrolipidfilm
Einer Austrocknung wirken
die natürlichen Feuchthaltefaktoren
in der obersten Hautschicht und eine geeignete Zusammensetzung des
Hydrolipidfilms der Haut entgegen.
Der Hydrolipidfilm besteht unter anderem aus Talgdrüsenfetten
und Schweiß und hat eine entscheidende Bedeutung für den
Hautzustand.
Die Zusammensetzung und Menge der Hydrolipidemulsion ist abhängig
von der Erbanlage und weiteren Faktoren wie Stress, Ernährung
oder Krankheit. Auch das Alter ist wesentlich: Während der
gesamten Kindheit bis zur Pubertät ist die Talgproduktion sehr
gering. Nach der Pubertät erreicht sie individuell unterschiedlich
ihr definitives Ausmaß. Im Alter nimmt die Aktivität der
Talg- und Schweißdrüsen dann signifikant ab.
Deshalb neigen gerade Kinder und ältere Menschen zu trockener
Haut, da ihre Regulationsmöglichkeiten eingeschränkt sind.
Wenn ein Mangel an Hydrolipidemulsion bei verminderter
Talgdrüsenproduktion nicht kompensiert werden kann, sind das
Auftreten zahlreicher feiner Schuppen und damit das Bild einer
rauen Haut die Folge. Die Hautempfindlichkeit gegen chemische Noxen
(Schadstoffe), vor allem alkalische Seifen, nimmt zu.
Die Geschmeidigkeit der Hornschicht geht ebenfalls verloren und
führt zur Ausbildung kleiner Fältchen.